Ab ins Wander-Paradies – die Anreise nach Mallorca

Anreise nach Mallorca - am Flughafen Köln Bonn auf der Toilette. Ein Selfie der Schönheit.

Mit flippigen 16 Jahren reiste ich das erste Mal nach Mallorca. Die Intention, die mich damals auf die wunderschöne Insel führte, ist der Antagonist meiner Motivation aus dem Jahr 2016 (11 Jahre später). Zwei Freundinnen und ich haben dieses Jahr vier Tage Mallorca, mit dem Plan auf Wanderung zu gehen, gebucht. Wir starten unseren Trip am Flughafen Köln Bonn. So wie es sich für eine richtige Reisedokumentation gehört, mache ich zunächst ein Selfie im Spiegel der öffentlichen Flughafen-Toilette. Es riecht nach Pfirsich-Seife und die Freude auf warmes Wetter und Sommer steigt.

Am Flughafen Köln Bonn stehe ich vor einer Ryan Air Maschine und warte auf den Einstieg

Irischer Humor auf der Anreise nach Mallorca

Ryanair erlaubt unserem spärlichen Studentenbudget in 2 1/2 Stunden am Flughafen von Palma de Mallorca zu sein. Der Flug ist turbulent und das irische Flugunternehmen hat uns eine kleinen lustigen Streich gespielt. Großzügig biete ich der Freundin vor Einstieg meinen Fensterplatz an, sodass ich am Gang sitzen und die langen Stelzen ausstrecken kann. Als wir durch den engen Gang unser Gepäck manövriert haben, stellen wir fest: genau unsere Reihe besitzt gar kein Fenster sondern bloß eine weiße, kalte und herzlose Plastikwand. Der Grund dafür erscheint uns unergründlich und ist Gesprächsstoff für die nächsten zehn Minuten: denn der Notausgang ist ein paar Reihen hinter uns.

Da wir nicht aus dem Fenster schauen können, lese ich Paulo Coelho “Der Alchimist”. Das muss ich tun, da ich ein Wochenende zuvor in einem Small Talk Gespräch behauptet habe, dass ich alle Bücher von Coelho gelesen habe und die Sprache und Wortgewalt unglaublich fände – allerdings ohne jemals ein Buch von diesem ausgezeichneten Autor aufgeschlagen zu haben.

Foto 14.04.16, 16 48 09 (2)Nachdem wir die Massenpanik der ungeduldigen Fluggäste beim Ausstieg überstanden haben, blicken wir endlich auf die hügelige Landschaft Mallorcas. Es ist traumhaft und wir freuen uns wie kleine Eichhörnchen, die unerwartet eine versteckte und vergessene Nuss im Schnee gefunden haben. Unsere Ferienwohnung liegt mitten in Palma in der Nähe des Plaza de Espana. Die Linie 1 fährt für drei Euro pro Person bis zu diesem Platz. 25 Minuten lang werden wir und die anderen Touristen über die mallorquinische Autobahn gerollt. Die Touristen sind über die zivilisierte Umgebung erfreut. “Oh, ein Ikea und da ein McDonald’s! Oh ne Mensch, einen Müller gibt’s ja auch!” Wir und die anderen Staunenden sind erleichtert: auf Mallorca gibt’s also eine (deutsche) Infrastruktur.

Der erste Abend in Palma de Mallorca

Nach Ausstieg aus dem stickigen Bus und einem kleinen 15-minütigen Umweg in die entgegengesetzte Richtung des Ziels erreichen wir unser Appartement mit dem Namen Cozymallorca! Die Vermieterin erklärt uns auf Englisch alle wichtigen Dinge und Orte. Sie schwört auf die Cuba Bar, die wir allerdings niemals besuchen werden. Wir geben ihr 480 Euro, die Endreinigung (den Müll soll man jedoch selbst rausbringen) und zwei Rollen Klopapier beinhalten, und verabschieden uns von ihr. Die Ferienwohnung ist sehr schön und besteht aus einem Schlafzimmer, Wohnzimmer, Bad und Küche. Im Wohnzimmer wird ein Beistellbett für die dritte Person aufgestellt. Da ich 179 cm messe und das Bett geschätzte 170 cm lang ist, darf ich im richtigen Bett schlafen.

In der Nähe unseres Domizils befindet sich der Mercat d’Olivar, ein typisch spanischer Wochenmarkt in einer großen nach Fisch riechenden Halle. Leider hat der Markt als wir ankommen bereits geschlossen. Der inkludierte Supermarkt empfängt uns allerdings noch mit offenen Türen und somit ist die Furcht, dass wir verhungern könnten passé.

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Dennoch zieht es uns später am Abend in die Stadt, um Tapas zu essen. Nach ausgiebigen Unsicherheiten und Abwägungen, wo wir denn Essen gehen könnten, finden wir das wirklich schöne Restaurant Bar Coto. Die eingewanderten Inhaber haben es im Stile der Frida Kahlo eingerichtet. Die Karte verspricht ayurvedisches, indisches und spanisches Essen. Ich wähle das Tapas Menü mit allerlei Leckerheiten für nur 10 Euro.

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Wir sind von diesem abenteuerlichen Tag so erschöpft, dass wir nur noch die Wander-Route für den nächsten Tag planen und dann in die Federn und ins Beistellbett fallen.

Falls ihr mehr von unseren Abenteuern erfahren wollt: Bleibt dran und lest im nächsten Artikel über unsere Wanderung von Deya nach Soller. Macht euch auf Geschichten mit allerlei freudhaften Situationen gefasst!

 

 

 

 

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