Die Yokebe Diät – eine Woche auf Probe.

   
 Brainstorming. Beschreiben Sie mit wenigen Worten Ihr Jahr 2016.

  • Glühwein
  • gebrannte Mandeln
  • Pizza
  • Burger
  • Gleichgültigkeit 
  • Etc.

Brainstorming ist als Kreativ-Methode und unter wissenschaftlichen Aspekten eine wertfreie Zone. Alles ist erlaubt, nichts muss. In meinem Fall hat die falsche Auslegung der Werte-Flexibilität zu vier Kilo plus auf den Hüften geführt. Als an Weihnachten (in äußerst ungünstigen und publikumswirksamen Momenten) zwei Hosen im Schritt rissen, wandte ich mich mit einem konstruktiven Feedback an meinen innersten Schweinehund: 

Du bist zu fett geworden, unternimm was. 

Die Notbremse: Yokebe für 7 Tage. 

Ein Experiment. Es ist doch nur ein Experiment. 

Aus den hintersten Ecken schlängelten Stimmen in mein Ohr und hoben mahnende Finger! Yokebe und Almased – oh je, ein Graus. Der Mensch brauche Genuss und industriellen Zucker- allerdings nur in Maßen.

Gesagt, getan. Amazon besucht, geklickt, vier Dosen Yokebe geshoppt. Der Anfang verlief gut – das Konto war bereits nach kurzer Zeit um 60 Euro leichter. 

 Ein Experiment. Es ist doch nur ein Experiment. 

Der Spoiler: nach sieben Tagen Pulver-Ernährung waren zwei Kilo verschwunden, das bestätigte die Waage. Mit den Kilos war jedoch auch die Lust auf Shakes nirgends mehr zu finden. 

Eigentlich geht Yokebe wie folgt: dreimal am Tag ein Shake. (Das Rezept findet ihr auf der Yokebe Produktseite) Zwischendrin und bei Hungersnot  darf Brühe getrunken werden. Hier gibt es ein ausgefuchstes Spektrum an Variationsmöglichkeiten: Gemüsebrühe, Hühnerbrühe und Rinderbrühe. Yokebe sieht vor, dies zwei Wochen lang durchzuhalten. Die Empfehlung von Yokebe lautet: körperliche Anstrengung vermeiden. Ja fein. Hasta la vista verbliebene Muskeln.

Meine Zähne gähnten ebenfalls vor Langeweile und verlangten nach Arbeit. Tagträume gefüllt mit Steaks hielten mich über Wasser und Brühe. Die Gewohnheit trieb den Shake in mich rein. Die Konzentration wuselte im Kopf umher und spielte Verstecken. 

Ein Experiment. Es ist doch nur ein Experiment. 

Wie der Titel des Eintrags bereits vermuten lässt, ich habe die zwei Wochen nicht durchgezogen. Warum? Der klassische Yokebe Shake besteht zum Großteil aus Zucker. Wusste ich das denn nicht vorher? 

Ein Experiment. Es WAR doch nur ein Experiment. 

Das Experiment ist letztendlich ohne bleibende Schäden ausgegangen. Es  hat mich sogar aus dem Fettnäpfchen gefischt. Die eine Woche Yokebe hat mir den nötigen Tritt gegeben. Mein Essverhalten hält sich nun von gemeinen Dingen in Maßen fern. Das Fitnessstudio begrüßt mich wieder regelmäßig und die Hosen haben keine Frischluft-Angst mehr. 

Alles eine Kopfsache – psychologisch hilft Yokebe als Einstieg in eine Ernährungsumstellung – körperlich betrachtet, ist die einseitige Ernährung ohne Sport der beste Freund jedes Jo-Jo-Effekts. 

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